Mexiko stoppt neuerliche Flüchtlingskarawane | Aktuell Amerika | DW

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Die Karawane war erst wenige Stunden zuvor aus der südlichen mexikanischen Stadt Tapachula aufgebrochen. Die Migranten stammen aus Afrika, der Karibik und Zentralamerika. Nach rund 30 Kilometern Fußweg blockierten etwa 500 Beamte der mexikanischen Nationalgarde den Weg der Migranten und zwangen sie zur Umkehr. Menschenrechtsbeobachter berichten, fast alle Migranten seien per Bus zurück nach Tapachula gebracht worden. Eine kleine Gruppe aus 150 Menschen habe sich zu Fuß aufgemacht.

Viele der Migranten, die sich aufgemacht hatten, hatten zuvor Wochen und Monate in Tapachula ausgeharrt und auf Transitpapiere gewartet. Die meisten wollen nicht in Mexiko bleiben und stattdessen weiter in die USA reisen. Das betrifft vor allem afrikanische Migranten. Besonders aus Kamerun sind in den letzten Monaten Tausende Einwohner auf Grund eines bewaffneten Konflikte geflohen. Einige wagen die gefährliche Überfahrt über den Atlantik nach Mexiko. Erst am Freitag wurde ein Kameruner tot aus einem gekenterten Boot geborgen.

Weg in die USA versperrt

Mexiko stellt kaum noch Transitpapiere in die USA aus. Die Migranten haben die Wahl, entweder Mexiko über die südliche Grenze zu verlassen oder in dem lateinamerikanischen Land zu bleiben. US-Präsident Donald Trump hatte den Druck auf Mexiko, die illegale Migration zu bekämpfen, verstärkt, als sich eine Karawane von zeitweise 7000 Menschen im Oktober vergangenen Jahres in Richtung USA aufmachte.

Die mexikanische Regierung hatte sich im Juni darauf eingelassen, Flüchtlinge und Migranten so lange wieder aufzunehmen, bis über deren Asylantrag in den USA entschieden wurde. Trump hatte mit Strafzöllen auf alle mexikanischen Importe gedroht, sollte die Regierung des Nachbarlands nicht kooperieren. Mexiko verpflichtete sich, die Nationalgarde an seinen Grenzen einzusetzen. Seitdem sank die Zahl der Menschen, die in den USA beim unerlaubten Grenzübertritt aus Mexiko festgesetzt wurden, drastisch.

lh/jm (dpa, ap, epd)





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