Huthi-Rebellen beschießen wieder saudischen Flughafen | Aktuell Nahost | DW

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Dieses Mal schlug der Sprengkörper auf dem Parkplatz am Flughafen Abha ein, der etwa 200 Kilometer von der jemenitischen Grenze entfernt ist. Ein Syrer, der in Saudi-Arabien lebt, wurde getötet, 21 weitere Zivilisten erlitten Verletzungen, wie das saudische Staatsfernsehen meldete. Der Flugbetrieb wurde für einige Zeit unterbrochen, mittlerweile läuft er laut offiziellen Angaben wieder normal.

Zuvor hatte der TV-Sender der jemenitischen Huthi-Rebellen gemeldet, die vom Iran unterstützte Bewegung habe den Airport Abha und den saudischen Regionalflughafen Jizan, der auch als König Abdullah bin Abdulaziz Flughafen bezeichnet wird, mit unbemannten Drohnen angegriffen. 

Saudi Arabien Huthi-Rebellen greifen Flughafen Abha an (Getty Images/AFP)

Der Parkplatz vor dem Flughafen Abha (Archivbild)

Am 12. Juni feuerten die schiitischen Huthis aus dem Jemen heraus eine Rakete auf Abha ab. 26 Menschen wurden verletzt.

Saudi-Arabien hatte 2015, unterstützt von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und dem Westen, in den Jemen-Krieg eingegriffen, um die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi im Kampf gegen die Huthis zu stärken. Das Königreich wirft der iranischen Führung wiederholt vor, die Huthi-Rebellen mit Raketen und Drohnen zu versorgen. Teheran bestreitet das. Saudi-Arabien und Iran, bitter miteinander verfeindet, kämpfen in der Region um die Vorherrschaft.

Gemeinsame Erklärung der Militärkoalition

In einer gemeinsamen Erklärung, die von der saudischen Botschaft in Washington an diesem Sonntag veröffentlicht wurde, zeigen sich Saudi-Arabien, die VAE, Großbritannien und die USA besorgt über die jüngsten Angriffe der Huthis. Das Quartett zeigte sich auch beunruhigt über iranische Aktivitäten, die sich destabilisierend auf die gesamte Nahost-Region auswirken könnten. Erwähnt werden in dem Zusammenhang die Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman. Der Iran weist jede Verwicklung in diesen Zwischenfall zurück.

Die Allianz rief zugleich alle Konfliktparteien im Jemen auf, konstruktiv mit dem UN-Sondergesandten Martin Griffiths zusammenzuarbeiten, damit die bei den Friedensgesprächen im Dezember vereinbarten Ziele auch umgesetzt werden könnten.

se/qu (rtr, afp, dpa)





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